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Produktfotografie für das DESY – Deutsches Electronen Synchrotron

Produktfoto für die x-Spectrum GmbH im DESY in Hamburg

Im Januar und Februar diesen Jahres habe ich in meinem Blog einige Aspekte der Industriefotografie erläutert.
Jetzt im März wird von mir wieder einmal ein konkretes Projekt der vergangenen Wochen vorgestellt.

Für die x-Spectrum GmbH, ein junges Startup-Unternehmen des DESY (Deutsches Electronen Synchrotron) in Hamburg, hatte ich kürzlich Industriefotos angefertigt. Mit den Fotos wurden die Arbeitsprozesse in den Laboratorien illustriert.
Diese Fotoproduktion wurde anschließend fortgesetzt, um zusätzlich Mitarbeiterporträts und Produktfotos zu erhalten.
Im heutigen Blogbeitrag beschreibe ich die Durchführung der Produktfotografie in meinem mobilen Fotostudio.

Die Ausmaße des Studioaufbaus für die Produktfotografie übertreffen fast immer die Erwartungen meiner Auftraggeber.
Zwei Lampen und ein kleiner Aufnahmetisch reichen nicht aus, um den Objekten mit ihren individuellen Größen, Formen und Materialien gerecht zu werden.
Produktfotografie erfordert in der Regel den Einsatz umfangreichen Fotoequipments, die Fotografie ist oft recht zeitaufwändig und die abschließende Bildbearbeitung ist mindestens so anspruchsvoll wie das Fotoshooting.

So war auch für diesen Fototermin mein Auto fast bis unter das Dach beladen mit einem Aufnahmetisch, Hintergundrollen, Kamerastativ, Lampenstativen, Reflektoren, Softboxen, der Blitzanlage, Generatoren, reflektierenden Materialien, Aufhellern, Kabeltrommeln usw.
Für die Fotoproduktion wurde mir ein Laborraum zur Verfügung gestellt, vor den ich mit dem Auto direkt vorfahren konnte. Das vereinfachte mir das Ausladen der Fotoausrüstung.
Es dauerte dann aber dennoch etwa 1,5 Stunden, bis mein mobiles Fotostudio auf einer Fläche von etwa 5*5 Metern vollständig aufgebaut war.
Die Produkte selber, hoch empfindliche Detektoren in der Größe eines Schuhkartons, erschienen in diesem Aufbau verschwindend klein.

Die Geräte wurden auf Grund ihrer Empfindlichkeit ausschließlich von Mitarbeitern des DESY in Position gebracht und zwischendurch auch noch für variierende Darstellungen umgebaut.
Wie auf dem Beispielfoto zu sehen ist, besaßen diese Detektoren stark reflektierende Oberflächen, die mit Helligkeitsverläufen ansprechend in Szene gesetzt wurden.
Für die Umsetzung von etwa 8 Motiven haben wir insgesamt ungefähr 3 Stunden benötigt.
Mit Auf- und Abbau des mobilen Fotostudios dauerte der Fototermin insgesamt 5,5 Stunden.
Der große Vorteil meines mobilen Fotostudios und der Fotoproduktion direkt on Location bestand darin, dass die wertvollen Geräte ihren Laborraum gar nicht zu verlassen brauchten.

Die Bildbearbeitung nahm für jedes Motiv noch einmal ungefähr 45 Minuten in Anspruch.
Dabei wurden u.a. Lichtstimmung und Reflexionen optimiert, das Gerät wurde digital auf Hochglanz poliert und der Schriftzug wurde auf Wunsch des Auftraggebers modifiziert.

Am Ende entstanden Produktfotos, auf denen die neu entwickelten Detektoren authentisch, brillant und hochwertig zur Geltung kommen.
Über die positive Resonanz des DESY habe ich mich sehr gefreut.