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Porträtfotografie für die Landesjägerschaft

Für die Landesjägerschaft habe ich an drei unterschiedlichen Aufnahmeorten neue Porträtfotos angefertigt.
Den Fototermin habe ich wie üblich ohne Unterstützung durch Fotoassistenten oder Visagistinnen ganz alleine durchgeführt.

Anlass für meine Beauftragung als Fotograf war wieder einmal die Gestaltung einer neuen Webseite – in diesem Fall jene der Landesjägerschaft.
In diesem Zusammenhang wurden Porträtfotos der Mitarbeiter und einiger Jäger benötigt, die an unterschiedlichen Orten aufgenommen werden sollten.

Die ersten Porträtfotos entstanden direkt vor der Hauptverwaltung der Landesjägerschaft.
Das Gebäude und die zugehörige Grünanlage lernte ich zwar erst am Tag des Fotoshootings kennen, ein geeigneter Aufnahmeort ließ sich aber schnell ermitteln.
Das Wetter war perfekt und innerhalb weniger Augenblicke war klar, welcher Standort bezüglich Hintergrundszenerie und Lichtstimmung am besten geeignet ist: ein Platz im Halbschatten, die Sonne schien durch die Baumwipfel hindurch, hinten unscharf ein Anschnitt des repräsentativen Verwaltungsgebäudes.
Mit meiner mobilen Blitzanlage setzte ich zusätzliche Lichtakzente – fertig war das Setup für das Fotoshooting.

Je Porträt benötigte ich in diesem Fall etwa 5-10 Minuten. Die Fotos wurden wie immer direkt gemeinsam ausgewählt.

Jäger besitzen Jagdhunde und von denen waren an diesem Tag jede Menge vorhanden.
So kam hier und da spontan der Wunsch auf, mal eben noch das ein oder andere Hundeporträt erhalten zu wollen.
Mit Tierfotografie kenne ich mich eigentlich gar nicht aus, aber der Kunde ist bekanntlich König und dadurch begann an diesem Tag meine neue Karriere als Tierfotograf.

Wie muss eigentlich ein Jagdhund posieren, damit er aus Sicht eines Jägers eine gute Figur macht? Das wurde mir kurz erklärt und Dank aufmerksamer, gut erzogener Tiere, funktionierte das Fotoshooting für die Tierporträts reibungslos.

Im nächsten Durchgang wurden Porträtfotos einzelner Jäger gemeinsam mit ihren Hunden benötigt.
Diese Fotos habe ich in einem authentischen Umfeld, nämlich in einem Wald angefertigt.
Hierfür war Sonnenschein unverzichtbar, um in die von mir gewünschte dunkle Waldszenerie stimmungsvolle Lichtakzente zu bekommen.
Den Feinschliff für die Lichtstimmung lieferte wieder meine mobile Blitzanlage. Meine Fotoausrüstung ist so klein und handlich, dass ich sie problemlos auch durch unwegsames Gelände transportieren kann.

Trotz Mückenplage blieben die Jäger bzw. Jägerinnen und deren Hunde während des Fototermins relativ ruhig. Ich selber war von uns allen derjenige, der am Ende mit den meisten Mückenstichen aus dem Wald herauskam…

Bei dem letzten Porträtshooting ging es nicht um Herrchen und Hund sondern um Herrchen und Steinadler.
Der Aufnahmeort lag etwas abgelegener: wir mussten zum Gehege des Steinadlers fahren, das Tier kann man ja nicht einfach mal eben in ein Auto laden und zum Fotoshooting bugsieren und hinfliegen wäre für den Vogel auch keine Lösung gewesen.

Die Anmutung der Fotoaufnahmen sollte in etwa jenen entsprechen, die bereits zuvor im Wald angefertigt worden waren.
Also nahm der Jäger, den ich zuvor auch schon vor dem Verwaltungsgebäude porträtiert hatte, den Steinadler kurzerhand auf seinen Arm und wir spazierten mit ihm zu einem nahegelegenen Waldstück. Dort fanden wir dann schnell einen geeigneten Ort für die Fotoaufnahme.
Mit dem Vogel mitten durch das Dickicht zu streifen bot sich nicht an, um den Steinadler nicht zu beunruhigen, daher fertigten wir die Aufnahme direkt auf dem Waldweg an. Hintergrund und Lichtstimmung passten gut zu der vorherigen Bildstrecke.

Einen Spaziergang in derart ungewöhnlicher Begleitung hatte ich zuvor auch noch nicht unternommen – der Beruf des Fotografen ist ausgesprochen abwechslungsreich!