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Fotos eines Interviews für eine Fachzeitschrift

Ein Unternehmer gestikuliert während eines Interviews mit einem Redakteur
Porträtfotografie im Rahmen eines Interviews ist besonders reizvoll.
Die porträtierte Person ist auf das Gespräch konzentriert und nimmt den Fotografen kaum wahr. Das ermöglicht natürlich anmutende Fotoaufnahmen. Wenn der interviewte Gesprächspartner zusätzlich noch temperamentvoll ist und seine Darstellungen gestenreich unterstreicht, ergeben sich für mich als Fotograf zahlreiche ansprechende Motive. Dazu noch eine dynamische Aufnahmeperspektive und schon wird das inhaltlich lebhafte Interview mit überzeugenden Porträtfotos dargestellt.
Auch die gegenteilige Situation ist reizvoll, weil für mich als Fotograf dadurch eine besondere Herausforderung entsteht: Menschen, die mit wenig oder kaum Gestik und Mimik aufwarten. Da muss man unauffällig auf der Lauer liegen, das schwere, lichstarke Teleobjektiv über Minuten hinweg auf das vordere Auge fokussieren. Und dann im entscheidenden winzigen Augenblick sein Foto anfertigen – immer und immer wieder, bis die Bildstrecke vollständig ist. Das ist aber zum Glück eine Ausnahme.

In diesem konkreten Fall hatte mich eine Fachzeitschrift wieder einmal als Fotograf für ein Porträtshooting in Hamburg gebucht. Mein Auftraggeber und ich sind inzwischen ein routiniert eingespieltes Team. Im Grunde reicht mir die Information, wann und wo welche Persönlichkeit zu fotografieren ist. Auf dieser Grundlage bereite ich mich auf den jeweiligen Fototermin vor.

Für den Aufmacher des jeweiligen Beitrags benötigt die Zeitschrift immer ein großformatiges Porträt des Managers für einen Druck im Format DIN A4.
Das Aufmacherfoto sollte ungestellt wirken, eine Halbfigur darstellen und der umgebende Rahmen muss die berufliche Tätigkeit der abgelichteten Person dezent unterstreichen. Für dieses Porträt wähle ich direkt bei meiner Ankunft den geeigneten Aufnahmeort aus, bespreche die Szenerie mit dem Chefredakteur vor Ort und positioniere meine mobile Blitzanlage.
Sobald der Termin beginnt, kommt der Unternehmer bzw. die Unternehmerin hinzu und innerhalb weniger Augenblicke ist das Aufmacherfoto angefertigt.

Im Anschluss beginnt das eigentliche Interview, das etwa 1 Stunde dauert. Die Bildredaktion benötigt etwa 10 abwechslungsreiche und stimmungsvolle Szenen des Gesprächs. Dafür wiederum brauche ich etwa 10-15 min.
Mit im Gepäck ist zu diesem Zweck immer eine sehr kleine, unauffällige und dennoch leistungsstarke Blitzanlage. Die habe ich in Hamburg bei diesem Termin jedoch nicht benötigt. Das Tageslicht, das durch die Fenster in die modernen Büroräume viel, reichte für die Beleuchtung vollkommen aus.
Während des Gesprächs wechsel ich zwischendurch dezent meinen Aufnahmestandpunkt und verschwinde mit meinem Fotoquipment nach wenigen Minuten unauffällig aus dem Raum.
Spätestens am kommendem Tag liegen der Redaktion dann die fertig bearbeiteten, hoch auflösenden Fotoaufnahmen zur Verfügung.

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