Loading

Einblick in den Arbeitsalltag eines Hamburger Fotografen

Ein Erfahrungsbericht von Schülerpraktikantin Laura:

Als Hobby-Fotografin habe ich mich schon immer für die Fotografie interessiert und wollte schon immer mal gerne das Leben bzw. den Alltag eines richtigen Fotografen kennenlernen.
Also suchte ich für mein Schulpraktikum nach Fotografen in Hamburg und fand die vielversprechende Internetseite von Herrn Classen.
Nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch entschied ich mich dafür, hier mein zweiwöchiges Praktikum durchzuführen.

Schülerpraktikantin Laura

Inzwischen ist die Zeit bei Herrn Classen schon beinahe zu Ende und eins steht fest: es war sehr abwechslungsreich!
Bis jetzt konnte ich ihn innerhalb von 8 Werktagen bei 6 Fototerminen in Hamburg, Berlin, Rotenburg/Wümme und Lüneburg begleiten! In diesem Beitrag möchte ich gerne ein bisschen von meinen Eindrücken berichten.

Der erste Fototermin fand bei einem Industrieanlagenanbieter in Hamburg statt.
Herr Classen besitzt ein mobiles Fotostudio, was sehr praktisch ist, da er es immer direkt zu seinen Auftraggebern mitnehmen kann. Also packten wir erst einmal das Fotostudio ein und fuhren los.
Nachdem wir angekommen waren, zeigte mir Herr Classen in dem Hochregallager, wie man das Fotostudio für die später anzufertigenden Produktfotos aufbaut.
Zunächst wurden aber erst einmal Portraitaufnahmen von neuen Mitarbeitern in den Büroräumen gemacht.
Später gingen wir runter in das Lager und fotografierten den ganzen restlichen Tag lang unterschiedlichste Produkte.

Am folgenden Tag nahmen wir Mitarbeiterporträts für eines der großen deutschen Klinikunternehmen auf.
Den anschließenden Fototermin in der Hamburger Messe konnte ich aus organisatorischen Gründen leider nicht begleiten. Daher produzierte Herr Classen die Messestandfotos ohne mich.

Eben hatten wir noch in Hamburg fotografiert und nun standen wir auf einmal in Berlin bei einer besonders großen und aufwändig inszenierten Veranstaltung im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz!
Herr Classen war mehrere Tage lang gebucht worden, um von früh bis spät in die Nacht dieses Event zu dokumentieren.
Ich finde es toll, die Möglichkeit gehabt zu haben, hinter die Kulissen einer so großen Veranstaltung zu blicken.
Nach unserem Eintreffen erklärte mir Herr Classen meine Aufgaben und zeigte mir die Räumlichkeiten.
Er stellte seine Kamera ein, machte ein paar Probeaufnahmen und schon ging es los.
Sehen zu können, wie Herr Claßen auf so einem Event arbeitet, war sehr interessant.
Zwischendurch ging er immer mal wieder rüber in den “Backstage-Bereich“ um die Fotos zu sichern und bereits während der laufenden Veranstaltung zu bearbeiten.

Das BRZ Mittelstandsforum 2016 im Grand Hyatt in Berlin, fotografiert von Herrn Classen

Das BRZ Mittelstandsforum 2016 im Grand Hyatt in Berlin, fotografiert von Herrn Classen

Danach begann die zweite und letzte Woche meines Praktikums, die weiterhin abwechslungreich bleiben würde.

Zunächst ging es erst einmal wieder mit der Produktfotografie los.
Herr Classen hatte mich schon vorgewarnt, dass wir an diesem Tag in einer dunklen, kalten Halle Verkaufsfahrzeuge fotografieren würden.
Auf besonderen Wunsch des Auftraggebers werden die Fahrzeuge ohne zusätzliche Beleuchtung mit dem spärlich vorhandenen Tageslicht in dieser Halle fotografiert.
Wenn man das erste Mal die Halle betritt und das Fahrzeug sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass man hier ohne weitere Hilfsmittel Fahrzeuge fotografieren kann, die am Ende so aussehen, als sei die Fotoproduktion in einem Großraum-Fotostudio durchgeführt worden!

Nicht nur das düstere und kontrastreiche Licht ist hier für den Produktfotografen eine große Herausforderung.
Die Fahrzeuge haben reflektierende Oberflächen und vor allem die Glasflächen müssen ohne Spiegelungen fotografiert werden – ohne dass hierfür aufwändig große Aufbauten errichtet werden.
Herr Classen hat eine Methode entwickelt, mit der sich ein solch großes Fahrzeug innerhalb von etwa 5 Minuten ohne Reflexionen fotografieren lässt.

Was mir an dem Tag so gut gefiel ist, dass ich auch selber fotografieren durfte und somit zwischendurch das “Kommando“ hatte.

Fotograf Bernhard Classen bei einem Fotoshooting für Produktfotos

Der bisher letzte Fototermin fand in einer Tierklinik statt, in der neue Mitarbeiterporträts angefertigt wurden.

Nach all diesen Fotoaufträgen haben wir uns jetzt erst einmal intensiv mit der Bildbearbeitung beschäftigt – von der RAW-Entwicklung bis hin zu aufwändiger Beauty-Retusche.

Bisher ist für mich ganz klar: Die Zusammenarbeit mit Herrn Classen ist sehr harmonisch und informativ und ich bin froh, mich für ihn als Hamburger Fotografen entschieden zu haben.